Der Moselhöhenweg    
             
             
        Der "Moselhöhenweg" zieht sich von Trier nach Koblenz auf der Hundsrückseite wie auf der Eifelseite.    
             
        Die Moselregion ist mit dem herrlichsten aller Getränke, dem Wein, nicht nur eng verbunden, sondern ist von ihm abhängig. Und das schon seit fast 2000 Jahren. Denn die Römer waren es, die den Wein nordwärts über die Alpen brachten und ihn in der Gegend von Trier an den sonnigen Hängen der Mosel kultivierten. Die Mosel war eine Straße der Römer.    
             
        Es lohnt sich das Interesse auf den Moselhöhenweg zu lenken. Eine imposante Wanderstrecke entweder auf der Hundsrückseite oder auf der Eifelseite der Mosel. Auf bestimmten Teilen der Wanderstrecken bewegt sich der Wanderer und Moselfreund direkt an der Moselweinstraße entlang.    
             
        Der Moselhöhenweg ist eine anspruchsvolle Strecke. Auf der Hunsrückseite mit ca. 186 km und auf der Eifelseite mit ca. 150 km Länge, mit Tagesetappen von 11 bis 28 km. Mindestens 17 Tage muss man wandern, will man die gesamte Route auf beiden Seiten der Mosel bewältigen. Die Strecke ist aber nicht nur teilbar in neun Etappen rechts der Mosel und acht Etappen links der Mosel, sondern die Konzeption des Weges lässt auch Tagestouren zu, weil die Etappenziele und damit die Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten von wenigen Ausnahmen abgesehen- immer im Tal, in Winzerorten direkt am Fluss liegen.    
             
        Wegen der Länge der beiderseits der Mosel verlaufenden Route ist es nicht möglich, an dieser Stelle jede Tagesetappe einzeln zu beschreiben; wir hoffen aber, dass die Leser hierfür Verständnis aufbringen. Generell ist zu sagen, dass es eine sehr abwechslungsreiche und interessante Wanderstrecke ist, die neugierig macht. Sie verläuft im Tal und auf den Höhen, führt durch Wälder, Wiesen und Felder und durch Weinberge.    
             
        Viele Burgen oder Burgruinen liegen am Weg mit zum Teil herrlichen Aussichtspunkten. Besonders schön sind Aussichtspunkte wie von der Terrasse des Zummethof auf den Moselbogen von Trittenheim, von der Marienburg im Zentrum der großen Moselschleife von Zell und von der Burg "Arras" in Alf.    
             
        Schließlich gibt es in den Moselorten viele gemütliche Gasthöfe und Weinwirtschaften, in denen sich gut essen und trinken lässt. Wer im Herbst wandert, kann in den vielen "Straußwirtschaften" - in anderen Gebieten auch "Besenwirtschaften" genannt - einkehren, in denen die Winzer Selbstvermarkter sind und deshalb ihre eigenen Weine und "Brotzeiten" besonders günstig anbieten. Und dabei wird mancher Wanderer irgendwann einmal zu der Erkenntnis kommen, dass nicht nur der letzte Kilometer, sondern auch das letzte Glas Wein "zu viel" gewesen war.    
             
        Wer die Mosel erstmals erlebt, wird sich wundern, wie steil hier die Weinberge sind. Da gibt es keine Ähnlichkeit mit den Weinbergen in der Pfalz oder in der Ortenau im Schwarzwald. Mühsam ist die Bewirtschaftung, und trotzdem sind die Weine nicht teurer als in anderen Weinbaugebieten. Besonders zu empfehlen ist der edle Riesling, der König aller Weine, der für die Mosel so typisch ist wie in keiner anderen Weinregion. Aber auch andere gute Tropfen gibt es hier und ebenso viele bekannte Weinlagen. An der Spitze der Bernkasteler Doktor, aber auch Klüsserather Bruderschaft, Trittenheimer Altärchen, Piesporter Goldtröpfchen, Wintricher Großer Herrgott, Brauneberger Juffer, Graacher Himmelreich, Wehlener Sonnenuhr, Trabener Würzgarten, Briedeler Herzchen, Bremmer Calmont (wohl der steilste Weinberg in Deutschland), Ediger Osterlämmchen, Winninger Uhlen, Gülser Bienengarten oder Moselweißer Hamm. Man wird sie nicht alle probieren können - aber wenigstens schwärmen kann man davon.    
             
        Wer den Moselhöhenweg geht, sollte sich auch Zeit lassen, um in den heiteren Städtchen und Gemeinden Schönheiten und Geheimnisse zu entdecken. Wer wird nicht begeistert sein von Beilstein mit Burg Metternich (13.-15. Jh.), von dem malerischen Bernkastel-Kues, der Geburtsstadt des weltberühmten mittelalterlichen Gelehrten und Kardinals Nikolaus Cusanus (1401 - 1464), und dem fast ebensolchen Traben-Trarbach, oder der vom Tourismus leider etwas überlaufenen Kreisstadt Cochem mit der sehenswerten Reichsburg, oder den weinseligen Winzerorten Kröv, Alken und Winningen. Aber nicht nur diese, auch der Wein- und Ferienort Alf hat einen unwiderstehlichen Charme durch Enge, verträumte Gassen, Höfe und herrschaftliche Fachwerkhäuser.    
             
        Das Römerweinschiff in Neumagen, dem ältesten Weinort Deutschlands, der "Bilderbuch"- Marktplatz in Bernkastel, das St.-Nikolaus- Hospital im Bernkasteler Stadtteil Kues mit Kapelle (ein Edelstein spätgotischer Baukunst) und Bibliothek mit ca. 3000 Bänden, darunter 270 Handschriften des 9. bis 15. Jahrhunderts (ehemals im Privatbesitz des Nikolaus Cusanus), die Kreuzkapelle hoch über Ediger mit dem weitbekannten Steinrelief "Christus in der Kelter", die romanische Stiftskirche St. Kastor (11.-13.Jh.) in Karden, die sehenswerte und herrliche Burg Eltz (11.-12. Jh.) in einem Seitental bei Moselkern, die gut erhaltene Ehrenburg (1120) über Brodenbach ebenso wie die Burg Thurant (um 1200) über Alken, über Kobern die Matthiaskapelle, ein sechseckiger Zentralbau aus dem 13. Jahrhundert. Und nicht zu letzt die Burg "Arras" und die Marienburg bei Alf.    
             
        Schließlich ist an der Mosel auch fast ganzjährig für Unterhaltung gesorgt. Vom Frühjahr bis zur Weinlese gibt es etwa 100 Weinblüten- und Weinfeste, die jeweils viele Gäste anziehen; im Frühling auch die "Tage der offenen Weinkeller" mit Möglichkeiten zur Kellerbesichtigung für jedermann. Viele Weinfeste sind im August da danach die Weinlese beginnt.    
             
        Weinlehrpfade vermitteln Wissen über den Wein und den Weinanbau und letztlich kann man auch an Weinseminaren und Weinproben teilnehmen. Nach anstrengenden Wanderungen wird mancher solche Angebote dankbar annehmen. Die Menschen der Mosel sind freundlich und sehr zugänglich. Ihre Mundart, das "Moselfränkische", ist auch heute noch unüberhörbar.    
             
        Anfang und Ende des Moselhöhenweges sind die Städte Trier und Koblenz. Beide sind römischen Ursprungs und mehr als 2000 Jahre alt. Es lohnt sich in diesen geschichtsträchtigen Städten auf Entdeckungsreise zu gehen.    
             
             
        Sponsored by REIS + Partner Unternehmensberatung    
         Wein- und Ferienort Alf ( Mosel )