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  Doppelstockbrücke Alf - Bullay  
   
  Die Streckenplanung der Kanonenbahn Trier- Koblenz sah aus Kostengründen eine reine Bahnbrücke vor. Doch die finanzielle Beteiligung der Anliegergemeinden, des Landkreises und einiger Unternehmer überzeugte das Wirtschaftsministerium vom Bau einer doppelstöckigen Brücke. Gebaut 1877/78 ist sie die erste Doppelstockbrücke für Straße und Bahn in Deutschland.  
  Die Brücke wird von beiden Seiten aus einem Schienenradius befahren. Ebenso beschreib die Brücke selbst Radien.  
     
  Der komplette Unterbau, d.h. Fundamente und Pfeiler, wurden 1875 als Schwergewichtsmauern aus Tonschiefer- bzw. Tonsteinblöcken hergestellt. Die Brücke spannt mit sechs Einfeldträgern und fünf Flusspfeilern über 314 m. Die kastenförmige Stahlgitterkonstruktion hat eine Gesamtgewicht von 1400 Tonnen. Auf Obergurthöhe verlaufen die Geleise der Eisenbahn, auf Untergurthöhe verläuft die Straße. Für die obenliegende Eisenbahnstrecke befinden sich hinter den Widerlagern nochmals zwei angehängte Blechträgerüberbauten.  
     
  Mit der Inbetriebnahme der rechtsseitigen Moseltal- Bahn wurde die beschrankte Schiene- Strasse- Kreuzung auf der Untergurthöhe am Brückenbeginn und unter der Eisenbahnlinie (Koblenz- Trier) in Betrieb genommen.  
   
  Die ursprüngliche Brücke erfuhr im Laufe der Zeit verschiedene Veränderungen. 1928 wurde sie wegen der größeren Tonnagen, die nunmehr auf der Strecke fuhren, umgebaut und verstärkt. Der Straßenbelag und das Geländer bestanden aus Holz und wurden durch eine neue Konstruktion ersetzt.  
  Am 26. Oktober 1928 ertrank ein Arbeiter beim Abbruch der alten Konstruktion.  
     
  Der Überbau wurde 1929 als Stahlgitterträger mit obenliegender Fahrbahn im Schotterbett für den Eisenbahnverkehr (zweigleisig) und untenliegender Betondecke als Fahrbahn für den Straßenverkehr (zweispurig) errichtet. Der Überbau ist aus dem Jahr 1929.  
     
  Im zweiten Weltkrieg liefen über die Moselstrecke Nachschub und Versorgung der Kriegsfront im Westen. Deshalb war die Bahnlinie ein bevorzugtes Ziel von Bombenangriffen, die gezielt ab dem 19. Juli 1944 auf die Brücke einsetzten. Am 10. Februar 1945 gelang ihre Zerstörung. Weitere Bombenangriffe sollten das Verbindungsgleis zur Moselbahn zerstören.   
     
  Die Menschen der um liegenden Gemeinden mussten bei den Wiederaufbauarbeiten der Bahnbrücke helfen. Es dauerte etwa zwei Jahre bis das Bahnnetz geschlossen war und die Eisenbahn ihren durchgehenden Betrieb wieder aufnehmen konnte. Am 24.April 1947 eröffnete General König, der sich sehr für den Wiederaufbau einsetzte, die Strecke.  
     
  In den Jahren 1999- 2000 wurden dynamische Untersuchung der Brücke für den Lastfall Schiffsstoss- Machbarkeitsstudien für mögliche Verstärkungsmaßnahmen durchgeführt. Es konnte auf die Ummantelung der Schwergewichtsmauern verzichtet werden. Hier wurden die Mauerwerksfundamente und -pfeiler durch Zementinjektionen verfestigt.  
     
 
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