Bahnhof Bullay  
   
  Der heutige Umweltbahnhof Bullay wurde Anfang des 20. Jhs. errichtet und ersetzte einen schlicht gestalteten Holz- Fachwerkbau.  
  Das repräsentative Empfangsgebäude vereint wie alle Bahnhöfe der Moselstrecke historische Stielelemente mit dem damals zeitgemäßen Jugendstil. Im Bahnhofsrestaurant servierte man Speisen und Getränke mit Geschirr, das die Aufschrift "Staatsbahn Bullay" trug.  
  Die Moselbahn (Bullay- Trier) war vom zweiten Bahnhof "Bullay Süd" zu erreichen.  
     
  Für die Abfertigung des Frachtaufkommens standen auf dem weitläufigen Bahnhofsgebäude ein bahneigener Güterschuppen mit Verladekran sowie ein privater Güterschuppen zum verladen von Wein zur Verfügung, ebenso eine Pakethalle von der deutschen Post, eine Gleiswaage und ein "Gleislademaßüberschreitungsprofil" zur Kontrolle der in Bullay geladenen Güter zur Verfügung. Die Gleisanlage umfasste je zwei Durchfahr- und Personenzuggleise, ein Übergabegleis für die Moselbahn und dreizehn Gütergleise. Drei Stellwerke bedienten die einundzwanzig Weichen.  
     
  War die Eisenbahn über viele Jahrzehnte hinweg das beherrschende Verkehrsmittel, so sieht sie sich seit den 1960er Jahren in zunehmend stärker werdender Konkurrenz zu den anderen Verkehrs- und Transportmitteln auf dem Wasser, in der Luft und auf den Strassen.  
     
  Das Ende der 1990er Jahre veraltete Bahnhofsgebäude Bullay rückte in den Blickwinkel der Verkehrspolitiker, als das Land Rheinland- Pfalz gemeinsam mit der Bahn AG begann, neue übergreifende Verkehrskonzepte zu erarbeiten. Das Projekt "Umweltbahnhof Bullay" wurde eines der vier Pilotprojekte im Land. Umbau und Neugestaltung des Bahnhofs entsprechen einem vernetzten Verkehrskonzept, welches auch die Belange von Ökologie und Ökonomie, Beruf und Freizeit berücksichtigte und städtebauliche Einbindung mit Dienstleitungsangeboten verbindet.   
     
 
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