|
|
|
|
Zweigbahn
- Von Reil nach Traben |
|
|
|
|
|
Traben-
Trarbach als wichtiger Weinhandel- und Tourismusort der
Mittelmosel verfolgte schon 1872 das Ziel, die Stadt an das
Schienennetz anzubinden. Dem Traben- Trarbach-
Bernkasteler Komitee gelang es nicht mit dem Bau der
"Kanonenbahn" Traben-Trarbach an das Schienennetz
angeschlossen zu werden. Eine an der Mosel entlang verlaufende
kurvenreiche Eisenbahnlinie war nicht im Sinne einer
geradlinigen militärisch ausgelegten Bahnlinie. |
|
|
|
|
|
Die
Konzession für den Abschnitt Trier- Karthaus-
Cochem wurde auf 11. Juni 1873 erteilt. Die linksseitigen Moselbahn war
zunächst
unter Königlich Preußischen Eisenbahn- Verwaltung. |
|
| |
|
|
| |
Nach langen Verzögerungen wurde die
Zweigbahn erst gebaut, nachdem alle anliegenden Gemeinden
verbindlich erklärten, sich an den Kosten zu beteiligen. Am 18.
April 1878 gab das Ministerium die Zustimmung zu den
Projektierungsarbeiten. |
|
| |
|
|
| |
Die
10,5 km lange
linksseitige Bahnlinie sollte
ursprünglich bei Pünderich von der Hauptbahn abzweigen und über Reil und
Kövenig nach Traben- Trarbach verlaufen. Der Abzweig von der
"Kanonenbahn" ist zwischen
dem Prinzenkopftunnel und
dem Reilerhalstunnel vor dem Tunnelportal "Reilerhalstunnel". |
|
| |
|
|
| |
Am
9. März 1880 wurde die Konzession zum Bau der linksseitigen
Moselbahn erteilt. Die Bauarbeiten wurden von der Königlichen
Eisenbahn- Direktion Frankfurt a.M. ausgeführt. |
|
| |
|
|
| |
Ab
April 1881 wurden der Bau von der linksrheinischen Königlichen Eisenbahn- Direktion
Cöln ausgeführt. Die Nebenbahn nach Traben-
Trarbach wurde am 21. März 1883 in Betrieb genommen. Fünf
Jahre später wurde dann die Hauptlinie Trier- Koblenz
fertiggebaut. |
|
| |
|
|
|
Mit dem moselseitigen Einfahren in den Reilerhalstunnel verlässt
die "Kanonenbahn" das Moseltal. |
|
|
|
|
|
Der
Umsteigebahnhof war anfangs nicht Bullay, sondern ein am
Zusammentreffen der beiden Bahnlinien bereits 1879 errichteter
Bahnhof. Dieser wurde als Kanonenbahnstation "Reil"
bezeichnet, später aber in "Bahnhof Pünderich"
umbenannt. Er diente bis zu seinem Abriss im Jahr 1975 als
Umsteigebahnhof zwischen Kanonenbahn und Zweigbahn. Hier endeten
fünf von sechs Personenzügen der Zeigbahn Traben- Bullay. |
|
|
|
|
|
Beim
Güterverkehr stand der Weinhandel im Vordergrund. Der Transport
des Fassweines per Schiff war sehr teuer. Von der Möglichkeit
des kostengünstigeren und einfacheren Transportes per Bahn
profitierte der Moselweinhandel in allen Ortschaften mit
Anschluss an das Bahnnetz. Weingüterzüge befuhren häufig die
Strecke. |
|
|
|
|
|
Zu
den charakteristischsten Personenzügen zählen ab 1952 der
dieselgetriebene "Uerdinger Triebwagen" - der
"Retter der Nebenstrecken". Typisch für die
Innenausstattung waren die umklappbaren Rückenlehnen, wodurch
der Reisende sich für ein Sitzen mit oder entgegen die
Fahrrichtung entscheiden konnte. |
|
|
|
|
|
Am
7. Dezember 1973 war die feierliche Übergabe der Moselbahn
zwischen Koblenz und Trier für nun auch Elektroloks. |
|
|
|
|
|
1991
ging die Ära des "Roten Brummers" zu Ende. Danach
fanden moderne Triebwagen ihren Einsatz wie der Doppelstock-
Triebwagen im Jahr 1997.
Seit 2001 betreibt die private
Bahngesellschaft Trans- Regio, die den Triebwagen Regio- Shuttle
einsetzt, die Zweigstrecke Bullay- Traben. |
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|