Zur Geschichte Wiesental 's nach 1945 bis 1997.
   
    1946 Der Schwarzhandel blühte.
    1947 Der Kirchenneubau der st. Jodokuskirche wurde begonnen.
    1948 Am 20. Juni war Währungsreform. 
    Der Tabakanbau brachte gute wirtschaftliche Ergebnisse.
    Am 9. Oktober hatte die Pfarrkirche St. Jodokus Richtfest. Am 25. September wurde die kath. Pfarrkirche eingeweiht.
    615 heimatvertriebene Bürger fanden in diesen Jahren hier eine neue Heimat.
    1950 Wiesental hatte 5978 Bürger gezählt.
    1952 Das Wappen: drei schwarze Löwen mit goldenem Schild, einst Wappen der Staufer, die im Mittelalter Kaiser des Römischen Reichs Deutscher Nation und Herzöge von Schwaben waren. Der goldene Hirsch steht für Württemberg, der Greifvogel für Baden. Das Land Baden verlor seine Selbständigkeit. Es entstand am 25. April das Bundesland Baden-Württemberg.
    1954 In der evangelischen Erlöserkirche wurden drei neue Glocken eingeweiht.
    1955 Das Turmdach auf dem Kirchturm der St. Jodokuskirche wurde in diesem Jahr neu aufgesetzt. Der Turm hatte nun eine Höhe von 46 m.
    Die neu erbaute Rheinbrücke zwischen Speyer und Altlußheim wurde eingeweiht.
    1958 Der Baubeginn der Wasserleitungen und Ortskanalisation im Mischsystem wurde eingeleitet.
    1960 Die Bolandenschule II, eine Realschule, wurde bezogen.
    In Wiesental wurden 6528 Bürger gezählt. 926 ha Wald waren im Gemeindeeigentum.
    1962 Auf der Wiesentaler Gemarkung begann die Sand - und Kiesausbeute. Hierbei wurden prähistorische Funde wie Mammutzähne und Tierskelette gefunden.
    In der Umgebung wurde die Kiesausbeute vorangetrieben und somit der Grundwasserstand nachhaltig abgesenkt.
    1963 Der Zweckverband "Wasserversorgung Lußhardt" nahm das Wasserwerk in Betrieb.
    Am 13. September wurden die ersten "Wiesentaler Gemeindenachrichten" veröffentlicht.
    1965  Der Bau der Johann-Peter-Hebel Realschule wurde begonnen.
    Der "Abwasserverband Wagbach" wurde gebildet.
    1966 Der Fährbetrieb bei Rheinhausen nach Speyer wurde eigestellt.
    1967 Nördlich der Gemeinde Karlsdorf (Karlsdorf- Neuthard) wurde mit der Kiesausbeute resp. mit der Kiesbaggerung begonnen. Die Folge war die Grundwasserabsenkung und somit die Trockenlegung der Quellen des Wagbaches. Der Wagbach wurde für viele Jahre trocken gelegt.
    Die Eisenbahnbrücke zwischen Rheinsheim und Germersheim wurde neu erbaut.
    1970 Die Südzucker AG Waghäusel lässt eines der vier Kavaliershäuser um die Eremitage Waghäusel zugunsten der Firmenumbauten abreissen.
    Die Rheinbrücke der B35 zwischen Rheinsheim und Germersheim wurde dem Verkehr übergeben. Der dortige Rhein- Fährbetrieb wurde eingestellt. Neben der Speyerer Brücke war es eine weitere Möglichkeit in der Gegend den Rhein zu überqueren.
    1971 Am 26. Juli wurde der Beschluss gefasst den alten Landkreis Bruchsal aufzuheben und sämtliche Städte und Gemeinden dem neuen Landkreis Karlsruhe zugeschlagen.
    1972 In Wiesental wurden 7729 Bürger gezählt.
    Die Gesamtfläche betrug 2124 ha, davon 593 ha Wald.
    1973 Am 1. Januar war der alte Landkreis Bruchsal im neuen Landkreis Karlsruhe untergegangen.
    1974 Der Fernmeldeturm des Fernmeldeamtes Karlsruhe wurde in Betrieb genommen.
    1975 Wiesental wurde mit den Gemeinden Waghäusel und Kirrlach zur neuen Gemeinde Waghäusel fusioniert. Nach 678 Jahren verlor die Gemeinde Wiesental ihre Selbständigkeit.
    Am 28. Februar wurde das Bruchsaler Schloss wieder eröffnet.
    1977 Der jungen Großgemeinde Waghäusel wurde ein eigenes Wappen verliehen.
    1982 An der Ecke "oberer Hagweg/ Karlsruher Straße" wurde anstelle des Bildstockes die Hagkapelle errichtet.
    1984 Am 1. Mai erhielt die Gemeinde Waghäusel Stadtrechte.
    1986 Zu dieser Zeit wurde der Wassergraben durch den Hambrücker Vogelpark fertiggestellt. Somit wurde der seit vielen Jahren trockengelegte Wagbach mit Saalbachwasser geflutet.
    1988 Im Westen der Gemarkung wurde das Gewann und Trockenbiotop "Frankreich" als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
    1989 Am 1. Oktober wurde im alten Rathaus in Wiesental das Heimatmuseum eröffnet.
    1991 Die neu erbaut ICE- Schnellbahnstrecke Mannheim- Stuttgart durchschnitt die zusammenhängenden Waldgebiete wie auch das Naturschutzgebiet Frankreich.
    1995 Die Zuckerfabrik Waghäusel (1837- 1995) schloss Ihre Fabrikation.
    Das Naturschutzgebiet "Frankreich" wurde auf ca. 120 ha erweitert.
    1997 Die 700-Jahr-Feier war über Wochen das gemeinschaftliche Ereignis in Wiesental.
    In der Festschrift der BADISCHEN NEUESTEN NACHRICHTEN waren anstatt Wiesentaler Ortsbilder Bilder des Stadtteiles Kirrlach abgelichtet. Es war vermutlich eine verzweifelte Aktion einiger Politiker die Persönlichkeit der fusionierten Gemeinde Wiesental innerhalb der Stadt Waghäusel zu verwischen. Kirrlacher Bürger hatten Ihre eigene 700- Jahr- Feier wie auch Ihre 750- Jahr- Feier zur Ortgründung, im Jahr 1234, vergessen.
   
     Der Partner der mittelständischen Wirtschaft
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